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MM#48 360° Bilder: So dokumentiert dein Team lückenlos und effizient

Dein Team verliert sich im Fotodschungel und wichtige Details gehen auf der Baustelle unter? Mit 360°-Bildern in MemoMeister schaffst du lückenlose Dokumentation und behältst den Überblick über die Arbeit deiner Mitarbeiter.


Dies ist eine Aufzeichnung aus unserer regelmäßigen Webinar-Reihe „MacherMittwoch“.



Take Away: Gib deinem Team das Werkzeug an die Hand, um mit 360°-Bildern umfassend und effizient zu dokumentieren und so deine Qualitätsstandards auf jeder Baustelle zu sichern.


Worum geht es in diesem MacherMittwoch?


Viele Handwerksbetriebe kämpfen mit unvollständiger Baudokumentation und dem Problem, dass wichtige Details auf der Baustelle nicht erfasst werden. Das erschwert die Delegation und die Kontrolle der Arbeitsqualität. In diesem MacherMittwoch zeigen wir dir, wie 360°-Kameras in Kombination mit MemoMeister dieses Führungsproblem lösen können. Wir erklären, wie du diese Technologie einsetzt, um eine lückenlose Dokumentation zu gewährleisten und deinem Team ein effektives Werkzeug an die Hand zu geben.


Die wichtigsten Learnings


  • Einfache Integration in MemoMeister: Wir zeigen dir, wie du 360°-Bilder von deiner Kamera über die App oder den PC direkt in MemoMeister hochlädst und mit dem speziellen „360°“-Label für die Webanwendung sichtbar machst.
  • Effiziente Baustellen-Dokumentation: Mit einer einzigen 360°-Aufnahme ersetzt dein Team zehn herkömmliche Fotos. Das spart Zeit und stellt sicher, dass alle relevanten Details eines Raumes oder Bereichs erfasst werden.
  • Transparenz und Überblick für dich: Du kannst den Baufortschritt lückenlos nachvollziehen, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Das spart dir und deinem Team Fahrwege und ermöglicht eine effizientere Kommunikation mit Kunden und anderen Gewerken.
  • Schutz und Kommunikation: Wir geben dir Empfehlungen für eine robuste 360°-Kamera inklusive Schutzmaßnahmen und erklären, wie du die Einführung der Technologie im Team kommunizierst, um Missverständnisse bezüglich der Überwachung zu vermeiden.
  • Detailbilder aus Rundum-Ansichten: Erfahre, wie dein Team aus einem 360°-Bild gezielt 2D-Detailaufnahmen erstellen kann, um spezifische Punkte hervorzuheben oder in Berichten zu verwenden.
  • Qualitätseinstellungen optimieren: Wir zeigen dir, wie du die Bildqualität in MemoMeister auf „sehr hoch“ stellst, um die maximale Auflösung deiner 360°-Bilder zu nutzen – eine wichtige Voraussetzung für detaillierte Dokumentation.


Nächste Schritte für deinen Betrieb


  1. Investiere in die richtige Ausrüstung: Beschaffe eine empfohlene 360°-Kamera wie die Insta 360 X4 und die passenden Schutzlinsen und -hüllen, um die Langlebigkeit auf der Baustelle zu gewährleisten.
  2. Schule dein Team in der Anwendung: Erkläre deinen Mitarbeitern die Vorteile der 360°-Dokumentation für den Betrieb und wie sie die Kameras und die MemoMeister App optimal nutzen, um umfassende und prozesskonforme Bilder zu erstellen.
  3. Integriere 360°-Bilder in eure Workflow-Standards: Lege fest, wann und wo 360°-Bilder auf der Baustelle gemacht werden sollen (z.B. vor Verlassen der Baustelle, zur Baufortschrittsdokumentation, bei Kundenbesprechungen), um die Qualität und den Überblick zu maximieren.


Transkript

Hier ist das geglättete Transkript des Webinars. Wir haben es leicht verändert, damit es sich flüssig liest, aber dennoch den authentischen Ton beibehält. Das dient auch dazu, dass du über den Support Chat die Infos aus dem Video schnell wiederfindest.


Wir starten offiziell mit dem MacherMittwoch Nummer 48, der sich dem Thema 360°-Kameras und 360°-Bilder widmet. Wir geben dir eine Kaufempfehlung, zeigen Anwendungsfälle und erklären, wie du sie am besten nutzt. Wie immer teilen wir dazu unseren Bildschirm, denn es geht heute darum, wie du 360°-Bilder erstellst und effizient in MemoMeister integrierst. Da die Kameras sich per WLAN mit dem Smartphone verbinden, können wir dir das nicht live zeigen. Deshalb haben wir im Büro ein Video dazu aufgenommen, das wir jetzt abspielen und kommentieren. Wenn du eine Kamera wie die Insta 360 X4 hast, gibt es immer eine zugehörige App. Über diese App kannst du die Kamera steuern, Bilder aufnehmen und dein Handy mit der Kamera verbinden. Das dauert einen Moment, und dann siehst du im Vorschaubild auf deinem Handy, was die Kamera gerade aufnimmt. Die Übertragung ist im Vorschaubild etwas reduziert. Wir bedienen die Kamera, die auf dem Tisch steht. Du drückst den Knopf, und die Kamera zählt dann herunter. Du kannst sofort ein Bild machen oder einen Countdown einstellen. Der Countdown-Modus ist ideal, wenn du keine Personen auf dem Bild haben möchtest. Stell die Kamera in die Mitte des Raumes, drücke den Knopf, verlasse den Raum und schließe die Tür oder verstecke dich kurz. Was aber, wenn doch mal eine Person auf dem Bild ist? Wir zeigen später, wie du Personen unkenntlich machen kannst. Zuerst möchten wir noch erwähnen, dass du die Kamera auch ohne Handy bedienen kannst. Du schaltest sie ein, drückst den Aufnahme-Knopf, und sie zählt dann herunter, zum Beispiel 5 Sekunden. So kannst du den Raum verlassen, bevor das Bild gemacht wird. Du kannst auch einen Teleskopstab verwenden, um die Kamera in schwer zugängliche Bereiche zu schieben, wie einen Schacht. Ein Dachdecker hat sich zum Beispiel einen 2,5 Meter langen Stab gebaut, schraubt die Kamera darauf, drückt den Knopf und macht so ein Bild vom Flachdach, ohne hochklettern zu müssen. Die Bedienung mit dem Handy ist nur nötig, wenn du uns zeigen möchtest, wie die Bilder in MemoMeister gelangen.


Das Bild ist gemacht und wird von der Kamera direkt auf das Smartphone übertragen. Dann kannst du dir das Bild anschauen. In der App gibt es auch Einstellungen für Intervall-Fotos. Du kannst die Kamera hinstellen und einstellen, dass sie alle 30 Sekunden ein Bild macht. So kannst du zum Beispiel einen Zeitraffer einer Umbaumaßnahme oder eines Kran-Einsatzes erstellen, ähnlich wie man es von Social Media kennt. Diese Einstellung findest du unten in der App. Wir gehen jetzt in der App in die Galerie, genauer gesagt in das Album, wo alle gemachten Bilder gespeichert sind. Dort wählst du die gewünschten Bilder aus und exportierst sie in deine Handy-Galerie. Nun folgt der Schritt zu MemoMeister.


Die drei Bilder sind nun in deiner Handy-Galerie in voller Auflösung gespeichert. Der Prozess ist derselbe, den du bereits kennst: Du gehst in MemoMeister, drückst auf das Plus-Symbol, wählst "Galerie" und dann unter "Insta 360" die Bilder aus, die du hochladen möchtest. Du kannst eine Beschreibung hinzufügen. Wichtig ist, dass du unten auf "Gruppenlabel hinzufügen" klickst und das Label "360°" eingibst. Dieses Label ist entscheidend, damit das Bild in der Webanwendung als 360°-Bild mit dem entsprechenden Viewer angezeigt wird. Nach dem Hochladen und Schließen des Memos sieht das Bild dann in MemoMeister so aus und hat das "360°"-Label.


Du kannst 360°-Bilder auch über den Computer hochladen. Wenn du die Kamera oder die SD-Karte per USB an den PC anschließt, kannst du in MemoMeister ein Memo erstellen und ein 360°-Bild auswählen. Wir zeigen hier ein Beispiel von Patrick Nitschke, ein Bild eines fertigen Bades, das eine Mitarbeiterin aufgenommen hat. Wenn du Bilder auf diese Weise hochlädst, erhalten sie automatisch das "360°"-Label. Nach dem Hochladen ist das Bild mit dem Label in MemoMeister verfügbar. Wir werden gleich noch technische Details und Hintergrundinformationen zu 360°-Bildern und -Kameras geben. Auf den Bildern siehst du, dass der Original-Kamerafuß weitgehend herausgerechnet wird, sodass er kaum sichtbar ist. Die Mitarbeiterin hat die Kamera so positioniert, dass sie selbst nicht auf dem Bild zu sehen ist – ein gutes Beispiel für die empfohlene Vorgehensweise. Vielleicht ist dir bei unserer Aufnahme aufgefallen, dass es kleine Schlieren auf dem Bild gab. Wir erklären dir, warum das bei uns auf dem Bild war. Da die Kameras nicht ganz günstig sind und auf Baustellen zum Einsatz kommen, haben wir auch einen wichtigen Tipp für dich.


Auf dem Bildschirm siehst du eine Schliere. Der Grund dafür ist, dass die Kamera auf einer Baustelle einen Kratzer am Objektiv bekommen hat. Wenn du dir eine 360°-Kamera zulegst, empfehlen wir dir dringend, Wechselobjektive und eine Plastikabdeckung zu bestellen. Ohne diese Abdeckung ist die Kamera bei einem Objektivschaden unbrauchbar. Wir haben uns zusätzlich einen Gummi-Schutz besorgt, den wir bei Nichtgebrauch über die Kamera ziehen. Das schützt die Kamera im Werkzeugkoffer vor Beschädigungen. Diese beiden Schutzmechanismen – die Plastikkappe und der Gummi-Schutz – sind essenziell, um einen Totalschaden zu vermeiden.


Nun zurück zu den Bildern. Wenn eine Person, wie hier Maria, auf einem 360°-Bild zu sehen ist und du sie aus Datenschutzgründen oder weil es ein Kunde ist, unkenntlich machen möchtest, kannst du das direkt in MemoMeister tun. Obwohl das Bild leicht verzerrt ist, erkennst du alle wichtigen Inhalte. Du kannst die Person unkenntlich machen, zum Beispiel mit einem Rechteck, und das Bild speichern. MemoMeister erstellt dann eine neue Version des 360°-Bildes, in der die Person überdeckt und somit nicht mehr sichtbar ist. Dieser Prozess dauert aufgrund der Bildgröße einen Moment. Ähnlich kannst du auch Anmerkungen in das Bild zeichnen, wenn es etwas Wichtiges zu beachten gibt. Ein gezeichneter Pfeil kann zwar aufgrund der Verzerrung leicht krumm erscheinen, aber der Hinweis ist trotzdem klar erkennbar. Schriftliche Anmerkungen sind weniger sinnvoll, da sie stark verzerrt werden. Für einfache Hinweise ist diese Funktion jedoch sehr nützlich. Nun kommen wir zu unserer Kamera-Empfehlung.


Die Aufzeichnung ist verfügbar. Wir haben im Bauimpulse Podcast bereits eine Folge zum Thema 360°-Kameras veröffentlicht, die du unter bauimpulse.digital/360 findest. Sie ist zwar schon ein Jahr alt, aber immer noch aktuell. In ein paar Wochen werden wir eine neue Folge zur 360°-Dokumentation aufnehmen. Dort erklären Basti und ich ausführlicher die technische Funktionsweise der Linsen. Auf der Webseite findest du auch Beispielbilder und eine Kaufempfehlung. Es gibt im Wesentlichen zwei relevante Hersteller für 360°-Kameras: Rico und Insta 360. Eine vernünftige Rico-Kamera kostet etwa 800 €, während die Insta 360 X4 bei 560 € liegt. Wir empfehlen die Insta 360 X4. Wir haben auch Informationen zu Schutzlinsen und Monosticks bereitgestellt. Es gibt verschiedene Bundles, die bereits einen Stick, eine SD-Karte oder eine Schutzhülle enthalten, oder spezielle Bundles für Tauchen oder Skifahren. Wir empfehlen diese Kamera, weil sie einfach zu bedienen ist, eine gute App hat und hochwertige Bilder liefert, inklusive eines HDR-Modus, der besonders für Dachdecker interessant sein kann. Wichtig ist, die Schutzhüllen und Kappen zu verwenden.


Kommen wir zu den Anwendungsfällen. Bei Baubesprechungen mit einer 360°-Kamera sparst du viel Zeit. Du entfernst die Schutzhülle, schaltest die Kamera ein, drückst den Knopf und hast den Raum dokumentiert. So kannst du dich voll auf die Besprechung konzentrieren. Maria zum Beispiel nutzt eine Text-Memo, um Stichpunkte der Besprechung festzuhalten, während die 360°-Bilder schnell gemacht werden. In der Webanwendung können 360°-Bilder ebenfalls schnell hinzugefügt werden. Wir zeigen dir später, wie du aus einem 360°-Bild ein normales Bild erstellen kannst. Ein wichtiger Bereich ist die Baufortschrittsdokumentation. Gib deinen Mitarbeitern eine 360°-Kamera mit und weise sie an, vor dem Verlassen der Baustelle die entsprechenden Räume zu fotografieren und die Bilder wie gezeigt über die Galerie hochzuladen. So kannst du nachvollziehen, wie der Baufortschritt an welchem Tag in welchem Raum aussah. Das ist nicht nur bei größeren Baustellen mit anderen Gewerken wichtig, sondern auch bei eigenen Projekten. Wenn ein Kunde eine Frage hat, kannst du das 360°-Bild heraussuchen und den Raum virtuell betrachten. Du kannst den Baufortschritt sogar schon prüfen, während deine Monteure auf dem Heimweg sind. Das ist super simpel und ein Bild ersetzt zehn. Nicht jeder Mitarbeiter weiß immer, welche Detailaufnahme er machen soll, und oft ist das Gesuchte genau in der Ecke, die nicht fotografiert wurde. Mit einem 360°-Bild ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du findest, was du suchst. Das bedeutet nicht, dass du nur noch mit 360°-Bildern dokumentieren sollst. Detailaufnahmen, Etiketten oder kurze Videos können mit der Handykamera besser gemacht werden. 360°-Bilder sind eine Ergänzung, kein Ersatz für den Fotoleitfaden. Durch 360°-Kameras sparen sich Bauleiter, Projektleiter und Führungskräfte Fahrwege im Kundendialog. Du sparst nicht nur eigene Fahrwege, sondern auch die deiner Kunden. Viele Kunden wohnen nicht direkt an ihrer Baustelle, sind im Büro oder im Urlaub. Du kannst dich online mit ihnen treffen, die Bilder durchgehen und offene Punkte besprechen, ohne dass ein Vor-Ort-Termin nötig ist. Ein Kunde kann auch bei einer Rückfrage, wenn er nicht vor Ort ist, in die 360°-Aufnahme gehen, den Raum virtuell vor sich haben und so über sein Anliegen sprechen.


Ein weiteres Thema ist Schmutz und Chaos. Bei 360°-Bilder kannst du dich im Raum umschauen. Das bedeutet, Mitarbeiter können nicht einfach Schmutz und Unordnung in eine Ecke schieben, um "schöne" Fotos zu machen. Ein Kunde berichtete uns, dass er vom Bauherrn angerufen wurde, weil die Baustelle unordentlich aussah. Der Kunde hatte in MemoMeister nur die "schönen" Fotos gezeigt bekommen. Mit 360°-Bilder umgeht man dieses Problem, da alles sichtbar ist, auch eine vergessene Bierflasche oder Zigarettenschachtel. Es ist wichtig, dein Team dafür zu sensibilisieren, aber im Grunde ist das die Transparenz, die man haben möchte. Wir haben die 360°-Funktion schon länger und haben Markus und ich die typischen Fragen gesammelt, die wir jetzt beantworten. Falls du weitere Fragen hast, stelle sie uns. Markus hat auch heute Mittag noch freie Termine, wenn du ein persönliches Gespräch wünschst. Eine Frage, die Werner schon gestellt hat, ist bereits Teil unserer Liste.


Längenmessungen sind in MemoMeister nicht direkt in 360°-Bildern möglich. Es gibt zwar spezielle Tools, die mit komplexen Berechnungen Maße aus 360°-Bildern extrahieren können, diese sind jedoch nicht in MemoMeister integriert. Wir empfehlen dir nicht, die Messfunktion in MemoMeister für Messungen in Bildern zu verwenden, auch nicht in 2D- Bildern, da perspektivische Verzerrungen dies ungenau machen. Wenn du jedoch mit einem Meterstab oder Laser misst und die Werte im Vermessungswerkzeug von MemoMeister einträgst, ist das korrekt. Für Messungen direkt in den Bildern ist MemoMeister nicht ausgelegt.


Eine weitere wichtige Information: 360°-Bilder können in der Webanwendung von MemoMeister wie gezeigt betrachtet werden. In der MemoMeister App selbst werden sie aktuell jedoch nur verzerrt dargestellt. Wenn deine Monteure die Bilder auch mobil in 360° ansehen sollen, musst du sie über den Memolink freigeben. Das funktioniert wie bei der Freigabe an Kunden, wozu wir bereits einen MacherMittwoch gemacht haben. Die Bildqualität ist ein weiterer wichtiger Punkt. Du kannst die Bildqualität in MemoMeister firmenweit einstellen. Wir empfehlen für alle, die mit 360°-Bildern arbeiten, die Qualität auf "sehr hoch" zu stellen. Gehe dazu in deinen MemoMeister Account auf "Einstellungen" und dann auf "Bildqualität Firmen-Account". Wähle dort "sehr hoch" aus. Dank unserer neuen Upload-Technologie, die Bilder im Hintergrund hochlädt, ist es unproblematisch, wenn die Bilder etwas größer sind. Sollte ein Mitarbeiter sich über lange Upload-Zeiten beschweren, erkläre ihm den Vorteil der höheren Bildqualität. Da 360°-Bilder normale Memos sind, sind sie automatisch versioniert. Wenn du etwas in die Bilder einzeichnest oder bearbeitest, läuft dies in der normalen Versionierung mit. Du kannst auch Kommentare hinzufügen. Für Vermessungen in externen Tools ist es wichtig, dass das Stativ immer vollständig ausgefahren ist und die Kamera immer auf dem Boden steht, um normierte Aufnahmen zu erhalten. Ein wichtiger Punkt aus Mitarbeitersicht: Wenn du eine 360°-Kamera auf der Baustelle einführst, könnten Mitarbeiter sie fälschlicherweise als "Bodycam" zur Überwachung wahrnehmen. Es ist entscheidend, dies klar zu kommunizieren. Erkläre intensiv, dass die Kamera nicht zur Überwachung dient, sondern zum Beispiel für Social Media oder Marketingzwecke, um Zeitraffervideos für Kunden zu erstellen. Solche Videos können so eingestellt werden, dass sie immer einen bestimmten Bereich des Zimmers verfolgen und nicht die Bewegungen der Mitarbeiter. Sensibilisiere dein Team dafür, um Missverständnisse zu vermeiden. Eine Direktnachricht betraf einen Exportfehler, bei dem statt eines verzerrten 360°-Bildes zwei Halbbilder zu sehen waren. Dies ist ein Export-Problem, das bei falscher Handhabung in der Kamera-App auftreten kann. Wir wechseln nun zum Thema Workflows. Es ist wichtig, klare Anweisungen zu haben, wer wann, wo, was dokumentieren soll. Ein einfacher Workflow ist, immer ein Bild zu machen, bevor die Baustelle verlassen wird. So kannst du später nachvollziehen, welches Gewerk bereits da war und was erledigt wurde. Dies ist ein hervorragendes Instrument, um für Eventualitäten gerüstet zu sein. Ein weiteres Thema, das wir dir unbedingt zeigen möchten, ist die Erstellung von Detailbildern aus einem 360°-Bild. Wir gehen zu einem Bild aus unserem Büro, auf dem ein Spruch zu sehen ist: "Never Give up, Great Things Take Time". Du kannst einen Screenshot dieser Detailaufnahme machen. Mit dem Snipping Tool unter Windows hast du das Bild in der Zwischenablage und kannst es wieder in MemoMeister einfügen, zum Beispiel als "Detailbild 1". So kannst du aus einem 360°-Bild in wenigen Sekunden mehrere Detailbilder erstellen. Diese 2D-Bilder kannst du dann für Berichte verwenden. Wenn du einem Mitarbeiter einen Fokus geben möchtest, zum Beispiel auf ein bestimmtes Ventil, machst du einen Screenshot, fügst ihn ein und schreibst einen Kommentar oder eine Bildzeichnung dazu. Da die Kameras eine gute Auflösung haben und du die Bildqualität auf "sehr hoch" eingestellt hast, kannst du gut in die Bilder hineinzoomen.


Für Kundenbesuche und Erstbegehungen ist es sehr hilfreich, die Kamera dabei zu haben, um vor Ort Bilder zu machen. Das unterstützt dich enorm bei der Angebotserstellung und bei späteren Besprechungen mit dem Kunden. Es ist ratsam, vorab das Einverständnis des Kunden einzuholen, dass du Bilder mit der Kamera machen darfst. Du könntest auch ein Schriftstück vorbereiten, das der Kunde unterschreibt, um die komplette Fotodokumentation während des Bauprojekts zu ermöglichen. Uns hilft diese Technologie, jederzeit zu wissen, wie es auf der Baustelle aussieht. Kunden finden es gut, und du hast die Einverständniserklärung für die gesamte Fotodokumentation direkt vorliegen. 360°-Bilder sind auch hervorragend für die Projektvorbereitung geeignet. Du kannst mit deinen Mitarbeitern die Parksituation vor Ort besprechen oder bestimmte Zugänge visuell zeigen, was alles verständlicher und klarer macht. Das ist ein sehr guter Hinweis, Markus. Wir können dir den Link zum MacherMittwoch über Projektbriefing gerne geben. Es ist toll, im Besprechungsraum Bilder vom Ort zu zeigen und so das Angebot zu visualisieren. Ein großer Vorteil ist der "Wow-Effekt", da du den Kunden auf der gesamten Reise des Projekts begleiten kannst: So sah es bei der Erstbegehung aus, so während der Bauzeit und so sieht das fertige Bad jetzt aus. Wer ein CAD-Programm besitzt, kann 360°-Bilder exportieren und in MemoMeister importieren, um dem Kunden Renderings zu zeigen und ihm so eine virtuelle Begehung zu ermöglichen. Das fertige Bild kann dann über den Memolink geteilt werden. Du kannst ein einzelnes Bild oder eine ganze 360°-Mappe als Link teilen und dem Kunden per E-Mail senden. So kann der Kunde das Bauprojekt in 360° verfolgen, zum Beispiel bei einem Dachdeckerprojekt, wo er sonst wenig Einblick hat. Der Kunde kann sich die Bilder auf seinem Handy ansehen und sie sogar anderen zeigen. Das ist eine hervorragende Empfehlung, denn wenn jemand fragt, wer vor zwei Jahren den tollen Dachdecker hatte, kann dein Kunde deine Kontaktdaten weitergeben – eine perfekte Weiterempfehlung.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Aus Kundensicht entsteht ein gutes Gefühl, wenn du schon früh mit einem solchen Tool arbeitest. Deine Mitarbeiter erleben eine Erleichterung, da sie wissen, dass sie die richtigen Bilder gemacht und sich an die Prozesse gehalten haben. Sie können bei Bedarf selbst nachschauen, wie etwas ursprünglich aussah, zum Beispiel bei Reparaturen. Aus Unternehmersicht erhältst du mehr Informationen in einem einzigen Bild. Wir empfehlen dir wie immer, den Bauimpulse Podcast zu hören, insbesondere die Folge über 360°-Kameras. Der nächste MacherMittwoch findet am 23. Oktober statt und behandelt entweder das Thema "bessere Fotos" oder die oft unterschätzte Archivfunktion in MemoMeister. Wer noch Fragen hat, kann diese gerne jetzt stellen.

Aktualisiert am: 27/04/2026

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