MM#54 Perfekte Fotodokumentation: Schutz & Überblick für dein Team
Fotochaos, fehlende Beschriftungen und lückenhafte Dokumentation kosten dein Unternehmen Zeit und Nerven. In diesem MacherMittwoch zeigen wir dir, wie du mit MemoMeister und klaren Regeln für dein Team eine sichere, sichtbare und saubere Fotodokumentation etablierst.
Dies ist eine Aufzeichnung aus unserer regelmäßigen Webinar-Reihe „MacherMittwoch“.
Worum geht es in diesem MacherMittwoch?
Unstrukturierte Fotos auf der Baustelle führen zu Missverständnissen und rechtlichen Risiken. Wir zeigen dir in dieser Aufzeichnung, wie du mit dem MemoMeister Fotoleitfaden und praktischen Funktionen eine lückenlose und rechtssichere Fotodokumentation in deinem Betrieb etablierst. So schaffst du Transparenz und verbesserst die Qualität deiner Projekte.
Die wichtigsten Learnings
- Der Fotoleitfaden als Zielbild: Der von uns gemeinsam mit einem Baurechtsanwalt und Bau-Sachverständigen erstellte Fotoleitfaden ist eine wertvolle Richtlinie für gute Dokumentation. Er dient als Zielbild, an dem sich dein Team orientieren kann, und sollte nicht als starre Regel sofort eingeführt werden.
- Effiziente Beschriftung und Berichterstellung: Wir zeigen dir, wie du in der MemoMeister App mehrere Fotos gleichzeitig beschriftest und wie du Beschreibungen im Büro schnell korrigierst. Außerdem lernst du, wie du direkt aus deinen Dokumentationen rechtssichere Berichte, zum Beispiel für die Schadensdokumentation, erstellst – mobil oder im Büro.
- Mitarbeiter befähigen: Das „Warum“ vermitteln: Erfahre, wie du deinem Team den Mehrwert sauberer Fotodokumentation näherbringst, indem du den Fokus auf den Kundennutzen legst. Wir geben dir Tipps zur Verbesserung der Fotoqualität (Licht, Blitz, Perspektive) und zur konsistenten Beschriftung nach der 3-Fragen-Regel: Wo bin ich? Was sehe ich? Warum mache ich dieses Bild?
Nächste Schritte für deinen Betrieb
- Fotoleitfaden einführen – Schritt für Schritt: Nutze den Fotoleitfaden als internes Werkzeug und führe die Prinzipien schrittweise in deinem Team ein. Sprich mit deinen Mitarbeitern über den Mehrwert für den Kunden, um die Motivation zu steigern.
- Praxis-Workshop für dein Team veranstalten: Kombiniere eine kurze Trainingseinheit zur Fotoqualität und Beschriftung mit einem Teamevent. Lass deine Mitarbeiter direkt im Betrieb üben, um praktische Erfahrungen zu sammeln und den Austausch untereinander zu fördern.
Transkript
Hier ist das geglättete Transkript des Webinars. Wir haben es leicht verändert, damit es sich flüssig liest, aber dennoch den authentischen Ton beibehält. Das dient auch dazu, dass du über den Support Chat die Infos aus dem Video schnell wiederfindest.
Heute widmen wir uns dem Kernthema in MemoMeister: wie wir sicher, sichtbar und sauber dokumentieren. Wir sind uns sicher, dass viele von euch bereits wissen, wie wichtig das ist. Doch nicht in jedem Unternehmen dokumentiert jeder Mitarbeiter sicher, sichtbar und sauber. Manchmal ist es unsicher, unsichtbar und unsauber. Deswegen zeigen wir euch heute, wie ihr das in eurem Unternehmen erfolgreich umsetzen könnt.
Wie immer bieten wir im Anschluss an den offiziellen Teil eine Austauschrunde an, in der ihr eure Fragen stellen und von den Erfahrungen anderer Teilnehmer profitieren könnt. Wir finden diesen Austausch immer sehr wertvoll und freuen uns, dass wir nach dem Webinar noch ein paar Minuten länger sprechen können.
In unserer Good to Know Phase starten wir heute mit dem Fotoleitfaden. Einige von euch kennen ihn vielleicht schon, aber wir möchten ihn allen vorstellen und ein paar wichtige Sätze dazu sagen. Wir haben bereits vor Jahren begonnen, zusammenzutragen, worauf man achten muss, um richtig gute Fotos von der Baustelle zu bekommen. Das haben wir gemeinsam mit einem Baurechtsanwalt und dem Chefredakteur der SBZ Monteur, der gleichzeitig Bausachverständiger ist, erarbeitet.
Den Fotoleitfaden werden wir uns heute nicht im Detail anschauen, da dieser MacherMittwoch verschiedene Teile daraus beleuchtet. Aber ihr könnt ihn alle haben! Wir schicken im Nachgang eine E-Mail mit einem Link zum Fotoleitfaden. Kurz gesagt, er enthält 12 Situationen, in denen man besser dokumentieren könnte, und einige Beispiele. Es geht darum, wann Dokumentation wichtig ist (nämlich rechtzeitig, nicht erst am Ende der Woche) und wie man Bilder so beschriftet, dass sie auch nutzbar sind. Wichtig ist, dass der Fotoleitfaden ein Zielbild ist. Es ist nichts, was ihr morgen euren Mitarbeitern als neue Arbeitsweise präsentieren sollt, sondern etwas, wohin man sich entwickelt. Für viele ist das Zielbild am Anfang zu groß. Wenn ihr bereits fortgeschrittene MemoMeister-Nutzer seid, könnt ihr ihn immer wieder zu Rate ziehen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Für die Good to Know Sektion haben wir heute zwei Teile dabei, die idealerweise einen Workflow ergeben. Wir zeigen euch das direkt in der App. Im Projekt „Gartenarbeiten“ gehen wir auf das Plus-Symbol, dann auf die Kamera. Wir machen ein paar Bilder, drücken auf „Weiter“. Diesen Screen möchten wir euch kurz erklären. Es gibt dafür auch ein Tutorial, das ihr euren Mitarbeitern weitergeben könnt. Unten seht ihr ein Auswahlfeld. Wenn dieses Feld aktiv ist, gilt die Beschreibung, die ihr eingebt, für alle Bilder gleichzeitig. Ihr könnt natürlich auch auf ein einzelnes Bild tippen und es separat beschriften. Wenn ihr jedoch das Gesamtauswahlfeld nutzt und eingebt: „Ich kriege die Motorsäge nicht an Start, kann sein, dass die kaputt ist“, wird diese Beschriftung auf alle ausgewählten Bilder angewendet.
Unten gibt es auch das Konzept der automatischen Verschlagwortung. Viele von euch wissen vielleicht nicht, wie das genau funktioniert. Wir empfehlen euch, dafür einen Power Move mit Markus zu vereinbaren, damit wir in eurem Account prüfen können, ob sich der Einsatz lohnt und wie es funktioniert. Nach der Beschriftung drückt ihr auf „Upload“, und die Bilder sind fertig beschriftet.
Zurück in der MemoMeister-Anwendung im Büro: Wir sehen die Bilder im Garten. Der zweite Teil ist, wie man diese Beschriftung nachträglich ändert, falls man feststellt, dass sie nicht optimal war. Ihr kennt sicherlich den Auswahldialog, mit dem ihr mehrere Memos auswählen könnt. Die Reihenfolge der Auswahl (1, 2, 3) ist später wichtig, zum Beispiel beim Erzeugen eines Berichts. Wir wählen drei Bilder aus, gehen auf „Bearbeiten“ und dann auf „Beschreibung bearbeiten“. Wir ändern die Beschreibung zu: „Motorsäge wurde defekt ins Regal geräumt“, da wir festgestellt haben, dass nicht die Person, sondern die Motorsäge defekt war. Wenn wir das speichern, wird die neue Beschreibung für alle drei Memos übernommen.
Das ist besonders nützlich, wenn wir daraus einen Bericht erzeugen möchten. Wir wählen die Memos aus. Ihr kennt das ja. Wir haben euch auch eine neue Berichtsvorlage in MemoMeister zur Verfügung gestellt. Ihr findet sie unter „Berichtsvorlagen“ ganz unten: die Vorlage zur Schadensdokumentation. Diese könnt ihr importieren. Die Vorlagen sind Word-Dateien, die ihr herunterladen, umgestalten und wieder hochladen könnt, um sie an euer Look and Feel anzupassen.
Wir gehen zurück zur Dokumentation der defekten Motorsäge, weil ein Kollege sie vielleicht zum Motoristen bringen muss. Wir wählen die Bilder aus, gehen auf „Bericht“ und wählen die „Schadensmeldung“ aus. Wir geben „Musterfrau und Mustermann“ ein und drücken auf „Bericht erstellen“. So haben wir aus der Dokumentation, die der Kollege auf der Baustelle mit der Mehrfachbeschriftung erstellt hat, die Beschriftung korrigiert und einen Bericht erzeugt. Dieser Bericht ist eine Word-Datei, die ihr auch als PDF herunterladen könnt. Wichtig ist, dass alles im Zusammenspiel funktioniert.
Diese Funktion gibt es nicht nur in der Webanwendung, sondern auch in der App. Wenn ihr dort ein Bild lange drückt, gelangt ihr in den Selektionsmodus. Ihr wählt die drei Bilder aus und habt unten die Möglichkeit, einen Bericht zu erstellen. Da die Schadensdokumentation integriert ist, könnt ihr sie auswählen, die Daten eingeben und den Bericht erstellen. MemoMeister-Berichte werden immer auf unseren Servern erstellt. Eine Internetverbindung ist also nötig, aber ihr braucht dafür keinen Computer. Den fertigen Bericht könnt ihr direkt aus der App teilen, zum Beispiel mit einem anderen Gewerk oder dem Motoristen. Das ist besonders nützlich bei Baubesprechungen mit externen Partnern, um die Dokumentation sofort zu teilen.
Natürlich kann man die Memos auch in eine MemoMappe legen und einen Memo-Link verschicken, aber manchmal ist es einfacher, direkt vor Ort einen Bericht zu übergeben. Das war der erste Teil unserer Good to Know Sektion für euch als Key User und MacherMittwoch-Teilnehmer. Wir haben für beide Funktionen Tutorials aufgenommen, die in den nächsten Tagen veröffentlicht und im monatlichen Macher Überblick per E-Mail und auf unserem Blog präsentiert werden. Es lohnt sich, diesen Überblick anzuschauen und die Tutorials an eure Mitarbeiter weiterzuleiten, denn es ist schön, wenn ihr es wisst, aber noch besser, wenn es alle wissen.
Kommen wir zum Teil „Workflow Wissen Weiterkommen“. Wir haben hier ein paar Beispiele zum Fotoleitfaden vorbereitet. Die erste Untermappe ist „Situationen“. Viele von euch machen Bilder bei der Bestandsaufnahme und nach Fertigstellung. Vorher-Nachher-Bilder sind unglaublich wertvoll: Sie können auf Social Media und der Webseite eingesetzt werden und befähigen den Kunden, seinen Freunden zu zeigen, wie es vorher aussah und wie es jetzt fertig ist. Schult eure Mitarbeiter darauf, dass solche Bilder wertvoll sind.
Wir haben auch Situationen von Planungsfehlern. Zum Beispiel, wenn Löcher geplant wurden, wo wichtige Kabel verliefen, die dann aufgebohrt und neu verpackt werden mussten. Solche Situationen zu dokumentieren ist eine der 12 Situationen aus dem Fotoleitfaden. Wenn jemand anderes in der Planung etwas „verbockt“ hat, müsst ihr das dokumentieren. Oder wenn zu viele Kabel durch ein zu enges Loch müssen und die Isolation nicht mehr passt. Eure Kollegen kennen diese Alltagsprobleme, aber es ist wichtig, sie darauf hinzuweisen, dass diese Situationen dokumentiert werden müssen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Bildern. Wir haben hier Beispiele. Ein dunkles „Alibi-Bild“, das nur zeigt, dass ein Raum leer war, erfüllt seinen Zweck nur bedingt. Generell ist es eine gute Idee, das Licht anzumachen. Fotos aufnehmen bedeutet, dass Licht auf den Sensor fällt. Bei wenig Umgebungslicht müssen die Kamerasensoren länger belichten, was zu unscharfen, verwackelten Bildern führt. Bringt euren Leuten bei, Bilder mit genug Licht zu machen und den Blitz zu nutzen.
Zum Thema Blitz: In MemoMeister können wir den Blitz standardmäßig auf „an“ stellen. Das ist meistens eine gute Idee, es sei denn, die Kollegen fotografieren etwas, das reflektiert, wie Metall oder glänzende Oberflächen. Bei Reflexionen kann der Blitz das Bild zerstören, indem er den Rest unterbelichtet. Dann ist es besser, den Blitz auszuschalten. Sobald Strahler oder Tageslicht direkt reflektieren, kann das ganze Bild abdunkeln und Details verschwinden lassen.
Ein weiteres Thema ist die Perspektive. Ein Bild einer Palette kann von einer anderen Seite betrachtet ganz anders aussehen. Auf einem normalen Foto kann die Perspektive so verzerrt sein, dass man nicht erkennt, worum es geht, weil 3D-Informationen fehlen. Bringt euren Mitarbeitern bei, sowohl eine Fernaufnahme als auch eine Detailaufnahme vom Problem zu machen. Das ist wie in Hollywood-Filmen: Man zeigt zuerst New York von außen, dann jemanden, der Kaffee holt, und geht dann immer weiter ins Detail. So weiß man sofort, in welchem Raum der Mitarbeiter war und welche Details relevant sind.
Und dann kommt unser Lieblingsthema: die Beschriftung. Wir sind uns sicher, wenn wir in den einen oder anderen Account schauen, gibt es immer wieder Bilder, die nicht beschriftet sind. Unbeschriftete Bilder haben logischerweise weniger Mehrwert als beschriftete Bilder. Es gibt eine ganz einfache Faustformel, die wir immer wiederholen, weil sie so wichtig ist: Sagt euren Jungs und Mädels, wenn ihr Bilder hochladet, beschriftet sie bitte mit den Antworten auf drei Fragen: Wo bin ich? Was sehe ich? Und warum mache ich dieses Bild? Die Antwort ist nicht: „Ich bin auf der Baustelle, ich sehe ein kaputtes Klo, das muss repariert werden.“ Sondern: „Ich bin in Etage 2, im Bad im Gäste-WC, und ich sehe, dass der Kollege Macken an das Ding gemacht hat.“
Wenn ihr am Tag ein paar beschriftete Bilder bekommt, ist es unglaublich viel einfacher, sie zu betrachten und daraus einen Mehrwert zu generieren. Derjenige auf der Baustelle braucht 5 Sekunden dafür, wenn er die Fragen beantwortet. Derjenige im Büro braucht nachher vielleicht 3 Minuten, um den Kontext zu verstehen. Wenn man die Bilder zwei Wochen später anschaut, sind die Infos oft dürftig. Bringt es in die Gewohnheit, ähnlich wie Kaffeetrinken oder eine Zigarette rauchen: Bevor ihr Bilder hochladet, beantwortet: Wo bin ich? Was sehe ich? Warum machen wir dieses Bild? Ergänzt vielleicht auch mal einen Meterstab oder eine Euro-Münze, um mehr Infos aus den Bildern zu ziehen. Unser Fotoleitfaden enthält viele Infos, wie man bessere Bilder macht, sie dokumentiert und wie man Situationen erkennt, die dokumentiert werden müssen.
Typische Frage bei einigen Mitarbeitern ist: „Wozu brauche ich das? Wozu soll man das jetzt machen?“ Unser Tipp an dieser Stelle: Redet mit euren Leuten und coacht es aus ihnen heraus, in Kombination mit der Frage: Was hat der Kunde davon? Wenn ihr als Chef oder Key User kommt und sagt: „Wir wollen jetzt Situation XYZ dokumentieren“, ist das eine Arbeitsanweisung. Wenn ihr aber zu diesen Situationen geht, euch drei Beispiele (z.B. Baufortschritt, Mängel, Vorher-Nachher-Bilder) aussucht und sagt: „Wenn wir das zukünftig zuverlässig, in hoher Qualität und gut beschriftet bekommen, haben wir einen echten Mehrwert“, dann fragt: „Was könnte der Kunde davon haben, wenn wir das so machen?“ Dann könnt ihr darüber sprechen. Stellt euch vor, ihr wärt selbst Kunde in eurer Wohnung und es wäre ein Gewerk, das ihr nicht gut kennt. Dann erarbeitet man das gemeinsam. Was tun, wenn einer nicht mitmacht? Da es gemeinsam erarbeitet wurde und jeder den Mehrwert besprochen hat, tun wir als soziale Wesen eher das, was die anderen auch tun.
Es hilft aber noch nicht, wenn die Leute die Beschriftung nicht hinbekommen oder es ihnen technisch schwerfällt. Dafür haben wir unsere Tutorials. Wenn ihr Mitarbeiter schult oder mit ihnen besprecht, was der Kunde davon hat, dann zeigt ihnen auch die Tutorial-Sektion unter „Einstellungen“ in der App. Kurzer Hinweis: Beschreibungen sind extrem wichtig, aber natürlich muss das grundlegende Foto erstmal da sein. Ein Kunde von uns, ein Maler, hat uns gezeigt, wie er vier Stunden Aufräumarbeiten, die nicht von seinem Team verursacht wurden, abrechnen konnte, weil er Fotos vom Chaos vor und nach der Beseitigung hatte. Solche Behinderungen sind Arbeitszeit, die man sonst vielleicht nicht kalkuliert hätte.
Die Tutorials sind da, damit Mitarbeiter, die sich schwertun, es sich noch einmal ansehen können. Sie sind etwa 3 Minuten lang, sodass man sie auch diskret anschauen kann. Manchmal ist es dieses „Gesicht wahren“: Ich habe es nicht verstanden, wie es geht. Dann kann man sagen: „Nicht schlimm, es gibt ein Tutorial, schau es dir noch mal an.“ Wir erleben immer wieder bei Kunden, die unser Einführungspaket nutzen, dass sich anfangs Leute querstellen oder sich mit Veränderungen schwertun. Wenn man aber ein halbes oder ein Jahr später mit dem Chef spricht, stellt sich oft heraus, dass derjenige, der sich am schwersten getan hat, es am Ende am intensivsten nutzt. Es lohnt sich also, in diese Mitarbeiterschulung zu investieren. Es ist eine ein- oder zweimalige Aktion, die im Idealfall über die nächsten Jahre einen sehr wertvollen Benefit, eine Rendite, bringt.
Deswegen möchten wir euch auch für die nächste Zeit, da das Wetter schöner wird und die Stimmung frühlingshaft ist, etwas vorschlagen: Macht doch einfach mal einen Freitagnachmittag ein Grillfest bei euch. Sagt eine oder zwei Stunden vorher: „Hey, ich möchte mal kurz darüber sprechen, was der Kunde davon hat, wenn wir gute Fotos machen.“ Dann macht ihr so eine kleine Session und erarbeitet das ein bisschen. Bevor es die Wurst gibt, könnt ihr sagen: „So, wir haben uns das mit der Belichtung, der Perspektive und der Beschriftung angeschaut. Jetzt macht mal jeder noch 15 Fotos hier bei uns auf dem Werksgelände, in der Werkstatt oder von seinem Auto und versucht es einfach mal nachzuvollziehen.“ Wackelt es wirklich, wenn es dunkel ist? Wie einfach geht das mit der Beschriftung? Das ist ein halbstündiges Team-Event, bei dem auch ein Dialog zwischen den Kollegen entstehen kann. Danach macht ihr den Grill an, öffnet das Bier und genießt den Freitagnachmittag. So habt ihr alles, was wir heute erarbeitet haben, weitergegeben.
Für den Start ist eine ganz, ganz wichtige Botschaft, besonders für unsere neuen MemoMeister-Nutzer, aber auch für die alten Hasen: Überfordert eure Mitarbeiter nicht mit den Situationen und dem Fotoleitfaden. Es ist eine Unterlage für euch, an der ihr euch entlanghangeln könnt. Druckt ihn nicht morgen aus und legt ihn in den Mitarbeiterbereich mit der Ansage: „Ab morgen arbeiten wir so.“ Macht das bitte nicht. Nutzt ihn für euch und sagt: „Hey, wir kommen Stück für Stück dahin.“ Das ist immer eine gute Reise.
Dann haben wir einen Punkt: Was heißt 60 FPS? Das ist eine Frage, die im Support immer wieder auftaucht und ganz einfach zu beantworten ist. Wenn ihr in der MemoMeister App seid und in die Kamera geht, gibt es bei den Handys, die es unterstützen, oben einen Umschalter von 30 FPS auf 60 FPS. Das sieht ein bisschen aus wie ein Camcorder-Modus. Wenn ihr auf diesen Modus umschaltet, macht die Kamera doppelt so viele Bilder. FPS steht für Frames per Second. Das bedeutet, nicht 30, sondern 60 Bilder pro Sekunde. Dadurch ist die Verschlusszeit pro Bild kürzer, und die Bilder verwackeln nicht so stark. Wenn ihr Videos aufnehmen wollt, in denen sich etwas schnell bewegt oder dreht, oder Wasser fließt, dann seht ihr mit 60 FPS einfach viel mehr Details. Schaltet dann auf 60 FPS um. Im ganz allgemeinen Modus kann man es aber auch auf 30 FPS lassen, da es für die Kamera und das Bildergebnis keinen allzu großen Unterschied macht.
Im Bereich „Workflows Wissen Weiterkommen“ haben wir auch das Kapitel Workflows. Wenn ihr bessere, sauber und sicher dokumentierte Bilder von der Baustelle bekommt, könnt ihr natürlich als Workflow einfach sagen: „Hey, wir wollen im Unternehmen diesen Baufortschritt von jeder Baustelle einigermaßen lückenlos dokumentieren.“ Deswegen ist die Situation am Ende des Tages: Bevor wir ins Auto steigen, machen wir ein paar Bilder, beschriften sie und laden sie hoch. Dann haben wir von jeder Baustelle eine Baufortschrittsdokumentation. Der Hintergrund ist auch, dass der Mitarbeiter, bevor er wegfährt, noch einmal kurz nachdenkt, was er heute gemacht hat. Dann sind nicht nur die Bilder wertvoll, sondern auch das kurze Nachdenken. Es fällt ihm vielleicht noch ein, dass da noch ein Gewerk, ein Kollege, ein Material oder etwas anderes war. Manchmal lassen die Leute einfach den Hammer fallen und denken: „Geil, Feierabend, morgen früh geht's genauso weiter.“ Sie hauen ins Auto und fahren heim. Ruft dann der Chef an und fragt: „Wie war's?“, heißt es: „Super.“ Wenn man das aber umdreht und sagt: „Bevor ihr ins Auto steigt, ladet ein paar Bilder hoch“, dann kommen sie von selbst kurz ins Nachdenken, was sie heute eigentlich gemacht haben. Dann werden die Bilder wertvoller und die Gedanken drumherum werden wertvoller. Dann heißt es: „Hey, heute ist doch die Motorsäge kaputt gegangen, oder nicht? Doch. Dann könnten wir sie ja mal einpacken, oder nicht? Doch.“ Und dann packt man sie ein, und sie wird repariert. Solche Sachen passieren einfach, wenn man anfängt, eine Baufortschrittsdokumentation als Workflow im Unternehmen umzusetzen.
Es gibt auch den Workflow „Dokumentation abrechnen“. Einige von euch machen das schon, andere nicht. Zu diesem Thema werden wir einen separaten Workshop von MemoMeister anbieten, da es nicht im MacherMittwoch erledigt werden kann. So ein Workshop dauert wahrscheinlich anderthalb bis zwei Stunden. Es geht um Sonderwünsche, wie schreibe ich die Angebote, wie mache ich die Kalkulation? Ganz wichtig ist: Denkt mal darüber nach, dass, wie bei jeder Hausverwaltung auch, wenn ich eine Leistung für meinen Kunden erbringe, die für meinen Kunden ist, ich sie auf den Kunden umlege. Und das kann man, wenn man es schlau macht, sogar so machen, dass der Kunde es richtig gut findet. Achtet einfach darauf, wenn wir diesen Workshop anbieten – er wird höchstwahrscheinlich als Video-Workshop sein – und euch das interessiert, dann schaut ihn euch gerne an.
Und dann für alle, die Brandschutz- und Brandschott-Dokumentation machen: Das ist natürlich auch richtig cool. Wir haben dazu auch schon eine Podcast-Folge gemacht. Da geht es auch ein bisschen um Automatisierung. Der eine oder andere von euch automatisiert ja mit Make und so weiter etwas. Und da kann man tatsächlich das komplette Anlegen von der Mappenstruktur mit der Beschriftung bis zum fertigen Bericht drastisch einsparen. Wenn euch das interessiert, meldet euch bitte einfach bei uns, denn dann können wir das mal in so einem eigenen Power Move anschauen. Markus macht solche Automatisierungen in aller Regel nicht. Meldet euch einfach bei uns, dann können wir uns das mal anschauen, ob das bei euch Sinn macht und wie das funktioniert, denn so wirklich kompliziert ist es nicht.
An dieser Stelle müssen wir uns bei allen entschuldigen, die am Freitag in den Podcast reingehört haben. Es gab kleine Tonprobleme bei unserem Gast. Wir haben das repariert, es hört sich jetzt viel besser an. Wir haben dafür auch eine KI benutzt. Wenn euch das interessiert und ihr irgendwann aufgehört habt, weil der Ton nicht gut war, hört noch mal rein. Die Folge ist richtig, richtig gut, und das, was Dirk mit seinem Elektrikunternehmen gemacht hat – er hat es von 20 auf über 100 Mitarbeiter vergrößert, nur indem er seinen Führungsstil gewechselt und viel Führungskompetenz im Unternehmen aufgebaut hat – ist sehr hörenswert. Hört gerne mal rein, der Ton ist jetzt gut.
Den Macher Überblick haben wir bereits angesprochen. Die Termine für die nächsten Macher Mittwochs: Nach dem heutigen sehen wir uns am 21. Mai wieder, wenn ihr möchtet. Wir schicken wieder am Freitag vor dem MacherMittwoch die E-Mail raus, aber ihr könnt euch jetzt schon anmelden. So verpasst ihr das nicht, und der Termin wird auch nicht von jemand anderem blockiert. Ihr könnt auch alle Termine auf einmal annehmen; wir haben einen Kalender auf der Webseite, wo man alle Termine auf einmal eintragen kann.
Aktualisiert am: 27/04/2026
Danke!
